Vita Marc Ritter

"Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält."

Max Frisch, Mein Name sei Gantenbein             


Marc Ritter Autor  |  (c) www.foto-schwabing.de Marc Ritter Autor | (c) www.foto-schwabing.de

Kurzbiografie

Marc Ritter, geboren 1967 in München, wuchs ab dem sechsten Lebensjahr in Garmisch-Partenkirchen auf, wo er nach dem Abitur Zivildienst machte und für eine Lokalzeitung über Politik, Sport und Nachtleben berichtete. Zum Studium von Germanistik, Politikwissenschaften und Werbepsychologie sowie für eine Marketingausbildung kehrte er nach München zurück. Ritter arbeitet als Manager für ein Online-Unternehmen.

 

Von Marc Ritter erschienen bislang die Kriminalromane "Josefibichl", "Herrgottschrofen" und "Stieranger" (Piper) sowie "Transalp" (neobooks), letzerer in Zusammenarbeit mit "Deutschlands Rätselpapst" CUS. Die Thriller "Kreuzzug" und "Bluteis" erschienen bei Droemer Knaur. Ritters erstes Sachbuch erschien als Kooperation mit Deutschlands wahrscheinlich bestem Buchgestalter Tom Ising. In "Das Allerletzte. Was Sie schon immer über den Tod wissen wollten" (Riemann) erfährt der Leser alles, was er schon immer über den Tod wissen wollte. Vielleicht sogar mehr.

 

Biografie - Langversion

Marc Ritter wurde 1967 im Städtischen Klinikum München-Harlaching geboren und wuchs zunächst zu einem vielversprechenden Obergiesinger heran. Seine Eltern wander­ten jedoch 1974 nach Garmisch-Partenkirchen aus. Nach einer mittelwilden Jugend machte Marc Ritter 1987 am Werdenfels-Gymnasium Abitur.

 

Ritter jobbte als Tankwart, Dachdecker, Gärtner, Tretbootverleiher, Stallknecht und Hilfsskilehrer. Während des in den 1980er Jahren noch unausweichlichen Zivildien­stes begann er sich journalistisch auszutoben und schrieb eine Lokalzeitung mit Geschich­ten aus Politik, Sport, Kultur und Klatsch und Tratsch aus Garmisch-Partenkirchen voll.

 

Nachdem eine Bewerbung an der Deutschen Journalistenschule zum vollkommen Unverständnis des um Aufnahme Ersuchenden mit einer Ablehnung endete, verlegte sich dieser schmollend auf ein Studium der Neueren Deutschen Lite­ratur, Organisations­psychologie und Politikwissen­schaft an der LMU, um über diesen Weg den Weg in den Journalismus weiter ausbauen. Ritter arbeitete parallel zum Studium auch in München für Lokalzeitungen als Reporter und Fotograf, unter anderem machte er Standfotos für TV-Produktionen, darunter für den BR-Klassiker "Löwengrube".

 

Da Ritter bereits mit vierundzwanzig Jahren für eine kleine Familie zu sorgen hatte und ausgerechnet Mediävistik sein Lieblingsfach war, traf er eine zukunftssichere Entscheidung und brach das Studium ab. Statt der erträumten Journalisten- und Autorenkarriere schlug er die eines Medienmanagers ein. Er nahm zunächst einen Job bei einer Kommunikationsagentur an und studierte am Wochenende Medien-Marketing an der Bayeri­schen Akademie für Werbung und Marketing.


1994 war Ritter endlich bei einer Zeitung in Lohn und Brot: Allerdings überantwortete ihm der Südeutsche Verlag beim SZ-Jugendmagazin „jetzt" die Aufgaben Marketing, Vertrieb, Produktion und Anzeigendisposition. Damit nicht ausgelastet, stellte Ritter in Komplizenschaft mit einigen Jungredakteuren "jetzt-online" live und verkaufte die erste Internetanzeigenfläche Deutschlands. 1997 kam der Wechsel zu Microsoft Sidewalk, kurz darauf zu Microsoft MSN und 1999 zu Yahoo!, wo Ritter jeweils in leitenden Funktionen für Marketing und die Geschäftsentwicklung zustän­dig war. Nach dieser wilden Internetzeit machte sich Marc Ritter 2002 mit einer Unternehmensberatung selbständig und half mit das SZ-Magazin zu retten. Zu seinen Projekten ge­hörte auch der Bau des "Hauses der Gegenwart", das 2005 von Christian Ude und Bill Gates gemeinsam eröffnet wurde.

 

Marc Ritter gründete 2006 das Internetportal Sportsella.com, trat es schließlich an seinen Geschäftspartner ab und arbeitete für die Unternehmensberatung aquarius consulting in München. Dann begab er sich in die Dienste der Schörghuber Unternehmensgruppe, für die er das weltweite Beziehungsmanagement und das Sponsoring leitete. Ab 2009 gehörte Marc Ritter wieder zum Kreis von Senior Consultants von aquarius consulting, jetzt mit Sitz in München, Hong Kong und Shanghai. Seit Sommer 2013 arbeitet Ritter im Partnermanagement eines amerikanischen Internetunternehmens.

 

Parallel zu seiner Karriere im Internet-Geschäft bereitete Marc Ritter ab 2010 die Rückkehr auf den zwanzig Jahre zuvor verlassenen Weg ins Autorenleben zurück. Er schrieb in nur einem Sommer den Kriminalroman "Josefi­bichl", der im Oktober 2011 beim Münchner Piper Verlag erschien. Das Buch führt als Helden den Lokalreporter Karl-Heinz "Gonzo" Hartinger ein, dessen Leben – ähnlich wie das seines Erfinders – zwischen München und Garmisch-Partenkirchen pendelt.

 

Im März 2012 erschien bei Droemer, München, Marc Ritters erster Thriller "Kreuzzug", in dem die Zugspitze gekapert wird. Zwischen April und Juni 2012 erschien bei neobooks.com, München, der digitale Serien-Krimi "Transalp", der in Co-Autorenschaft mit Deutschlands Rätselpapst CUS entstand. Im März 2013 erschien, wiederum bei Piper, der zweite Band um den Lokalreporter Karl-Heinz Hartinger, der Kriminalroman "Herrgottschrofen". Im Herbst 2013 folgten der Thriller "Bluteis" (Droemer) und das Sachbuch "Das Allerletzte. Was Sie schon immer über den Tod wissen wollten" (Riemann). Im März 2014 erschien bei Piper "Stieranger", der dritter Teil der Krimiserie um den Helden Karl-Heinz Hartinger; im Januar 2015 folgt mit "Frauenmahd" die vierte Verwicklung des Helden in eine bewegte Ortsgeschichte.

 

Marc Ritter ist verheiratet, Vater von fünf Kindern und zweifacher Boxer-Besitzer, wobei der eine auf vier, der andere auf sechs Haxen rennt, wie man in Bayern sagt. Im Sommer 2013 hatte sich ein Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) dem Haushalt durch hartnäckigen Zuflug angeschlossen. Der Zwergpapagei hörte durchaus überhaupt nicht auf seinen Namen "Hansi", machte aber dem seiner Rasse von Wikipedia nachgesagten Ruf alle Ehre: "Ihre Schreie klingen schrill und metallisch und wiederholen sich oft. Bei Nervosität erhöht sich die Frequenz der Schreie." Mittlerweile wurde der Vogel zwecks Geräuschdämmmung und Partnervermittlung - die Vögel nennt man auch "Unzertrennliche" - der Fürsorge des Münchner Tierheimes übergeben. Zuletzt hörte man von erfolgreicher Eheschließung und Wegzug in die Wohnung eines (wahrscheinlich gehörlosen) Nachbesitzers.

 

Mit folgenden Hobbies gibt Ritter neben den unvermeidlichen Tätigkeiten Lesen und Schreiben auf seinen äußerst seltenen Partybesuchen gerne an: Langstreckenlauf (Finisher der Marathons von Wien (2x), Berlin und New York), Sporttauchen, Skitourengehen, Bergwandern und Hornschlittenrennen. Ritters herausragendste sportliche Leistungen sind die Erringung des 65. Platzes der Bayerischen Hornschlitten-Meisterschaften 2000 (bei 66 ins Ziel gekommenen Schlitten) und des exakt 2.000 Platzes der Klasse M30 (11.682. Gesamtrang) des Berlin Marathons 1997 in einer für sein damaliges Startgewicht von 110 Kilogramm phänomenalen Zeit von 4:16 Stunden. In letzter Zeit kam zum Ausdauersport die Beschäftigng mit der israelischen Selbstverteidigungsmethode Krav Maga. Die Teilnahme an den Luftgitarreweltmeisterschaften im nordfinnischen Oulu steht auf Ritters Liste unerfüllter athletischer Wünsche ganz oben.

 

Hier geht es zu einzelnen Projekten und Stationen Marc Ritters.